Ressourcenstärkung bei armutsbetroffenen Familien
Dr.in Theresa Bengough
Kongresstag 2 · 23.04.26 | im Vortragsblock "Gesellschaft/Herausforderungen" 13:45-15:15 Uhr
Das Aufwachsen in Armut stellt eine „negative Kindheitserfahrung“ dar und erhöht Stress sowie psychosoziale Belastungen bei Eltern, wodurch ihre Feinfühligkeit und die Förderung sicherer Bindungen beeinträchtigt werden können. Fehlende materielle und soziale Ressourcen wirken sich zudem direkt auf das Wohlbefinden von Kindern aus und bergen ein erhöhtes Risiko langfristiger gesundheitlicher und psychosozialer Beeinträchtigungen. Der Vortrag gibt Einblicke in diese Zusammenhänge und zeigt präventive Ansatzpunkte auf, die Familien durch konkrete Entlastung, Stärkung elterlicher Kompetenzen und Förderung einer sicheren Eltern-Kind-Bindung nachhaltig unterstützen. Ergebnisse einer aktuellen Auswertung zur finanziellen Lage von Familien verdeutlichen den sozialen Gradienten in Lebensbedingungen, während die Perspektive betroffener Familien die Relevanz ressourcenorientierter Ansätze unterstreicht. Ziel ist es, armutsbetroffene Familien individuell zu stärken, Belastungen zu reduzieren und die Entwicklung tragfähiger Bindungen zu fördern – eine fachliche und gesellschaftspolitische Aufgabe, die allen Kindern faire Chancen ermöglichen soll.

Über Dr.in Theresa Bengough
Sozialwissenschaftlerin und Public-Health-Expertin am Nationalen Zentrum Frühe Hilfen. Langjährige Erfahrung in qualitativer Forschung, systematischen Übersichtsarbeiten und der Umsetzung partizipativer Projekte. Schwerpunkte: Gesundheit von schwangeren Frauen und Kindern, Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten, ressourcenorientierte Unterstützung armutsbetroffener Familien.
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